Raus aus dem Hamsterrad – Innehalten im Alltag

Hamster – diese knopfäugigen Tierchen, die immer rennen müssen. Allerdings nutzen Hamster freiwillig das Hamsterrad, um ihren Bewegungsdrang zu stillen, denn in der freien Natur legen sie weite Strecken ab. Sobald sie sich aber genug bewegt haben, verlassen sie das Rad und widmen sich anderen Dingen. Bei uns Menschen ist das anders: Wir rennen und rennen und kommen einfach nicht mehr raus. Dabei ist die Lösung so naheliegend –das tun, was der Hamster auch macht: anhalten.

Wie schaffe ich es, mal anzuhalten?

Wann bin ich im Hamsterrad und warum? Zunächst ist das die wichtigste Frage. Um dafür ein Gespür zu bekommen, Spüre mehrmals täglich in dich hinein und nimm wahr, wie es Dir gerade geht. Wenn Du Dich gerade „gehetzt“ fühlst, dann steige bewusst aus und atme tief durch.
So wird es sich schnell zeigen, in welchen Situationen Du dich am häufigsten im Hamsterrad fühlst und den Absprung nicht findest. Wann warst Du zum Beispiel heute in einer solchen Situation? Wie könntest Du sie vermeiden? Planst Du zum Beispiel Deine Termine zu dicht aufeinander? Bist Du jemand, der fünf Minuten vor einem Termin „nur noch schnell“ die Waschmaschine belädt und dann völlig abgehetzt zu spät zur Verabredung erscheint? Oder sagst Du zu oft Ja zu Einladungen, obwohl Du dringend Ruhe bräuchtest?

Übungen zum Innehalten

Du hast Dein Rad für einen Moment angehalten, aber was nun? Hier ein paar Achtsamkeitsübungen, die Du in Deinem Alltag durchführen kannst:

  • Konzentriere Dich z.B. beim Händewaschen auf Deine Hände und das Gefühl von Wasser und Seife auf Deiner Haut.
  • Gleiches gilt beim Duschen. Anstatt den beginnenden Tag zu planen, spüre einfach, wie das warme Wasser über Deinen Körper rinnt.
  • Auf Strecken, die Du mehrmals die Woche entlanggehst, z.B. zur Arbeit, sieh Dich ganz bewusst einmal um. Nimm Deine Umgebung bewusst wahr.
  • Spüre in Deinen Körper hinein, wenn Du sitzt oder gehst. Wie fühlt er sich gerade an? Bist Du angespannt oder entspannt?
  • Schaue aus dem Fenster und betrachte wertfrei, aber ganz bewusst alles, was Du siehst.
  • Konzentriere dich im Supermarkt auf all die Farben in der Obst- Und Gemüseabteilung. Kannst Du auch den Geruch wahrnehmen?

Gar nicht so einfach, den ganzen Tag lang bei sich zu sein. Außerdem vergehen die Tage wie im Flug, wenn man im Hamsterrad steckt, und oft fällt einem abends wieder ein, dass man doch in sich hineinhören wollte. Hier ist die Ankertechnik wirksam. Nimm Dir vor, dass Du zum Beispiel immer, wenn Du Dir die Hände wäschst, dies achtsam tust. So wird das Händewaschen zu einem Anker und auch schnell zu einem Ritual.

Positive Veränderungen durch die Achtsamkeitspraxis

Je öfter Du diese Übungen machst, desto seltener musst Du Dir diese Achtsamkeitsmomente überhaupt vornehmen. Sie werden ganz von alleine passieren und Dich aus dem Hamsterrad herausholen.

Mit achtsamem Verhalten lernst Du die schönen Momente und Dein Leben wieder lieben. Du nimmst einzelne Handlungen besser wahr und die Tage rasen nicht mehr so vorbei. Du gewöhnst Dir an, wieder kleine Dinge im Alltag wahrzunehmen. Gerade die schönen Dinge, die jeden Tag passieren, wirst Du wieder wahrnehmen. Schon bald wirst Du feststellen können, dass Du bei einzelnen Aufgaben konzentrierter und effektiver bei der Sache bist. Am Wichtigsten ist jedoch, dass Du wieder wahrnimmst, dass Du eine Wahl hast: Du kannst selbst entscheiden, ob Du für kurze Zeit ins Rad gehst oder lieber draußen bleibst. Dein innerer Hamster wird dann sehr mit Dir zufrieden sein.

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