Mentales Detox – Warum Meditation so wichtig ist!

Wir alle kennen den Frühjahrsputz und wissen, wie gut er einem tut. Aber wie ist es mit dem Seelenputz? Ein mentales Detox kann säubern, entschlacken, entgiften, um die Zellen und den Kopf wieder frei zu machen. Der Effekt? Man merkt wieder, wie viel Gutes einem vor kurzem widerfahren ist und wird wieder aufnahmefähig für Neues. Es wird einem auch wieder bewusst, wer man ist, welche Einstellungen man hat und welchen Ballast man wieder loslassen kann. Man nimmt seine Emotionen wahr und kann auch sie dadurch wieder durch Selbstmitgefühl ausgleichen.

So, wie wir die Welt sehen, erfahren wir sie auch. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn eine gute Selbstwahrnehmung ist der erste Schritt zu einem glücklicheren Leben. Doch bis man sich bewusst mit all seinen Stärken und Schwächen wahrnehmen kann, braucht man viel Übung mit Selbstreflexion und Achtsamkeit sowie Feedback von anderen.

Meditation kann Dir hierbei sehr wertvolle Hilfestellungen geben. Zudem hat die Meditationspraxis selbst wunderbare Effekte.

Wirkungen von Meditation

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Achtsamkeitsmeditationen Stress reduzieren. Unter anderem wird die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin gedrosselt. Das bedeutet auch, dass Meditation für einen besseren Schlaf sorgt.

Durch Meditation werden Schmerzen gelindert und die Schmerzreize im Gehirn anders verarbeitet. Manche Schmerzreize kommen wahrscheinlich gar nicht richtig im Gehirn an und werden daher auch nicht als so stark wahrgenommen.

Bei Meditierenden verringert sich auch das Herzinfarktrisiko. Durch die Stressreduktion entspannen sich verengte Blutgefäße wieder. Eine Studie zeigte auch, dass sich nach einem Jahr Meditieren der Cholesterinwert um 30 mg/dl senken kann.

Durch das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers steigt das Körperbewusstsein.

Durch die mentale Entspannung macht Meditation einen kreativer und die Konzentrationsfähigkeit steigt.

Kopfschmerzen und sogar Migräne können ebenfalls durch regelmäßige Meditationspraxis reduziert werden. Einmal durch die Entspannung, die eintritt, aber auch vor allem dadurch, dass bei der Meditation die linke Gehirnhälfte angeregt wird, die Stress und negative Ereignisse besser verarbeiten kann.

Meditieren hilft auch beim Abnehmen. Gerade in Stressphasen verlangt unser Gehirn nach Zucker. Verringert man diese, geht auch das Bedürfnis nach Süßem zurück.

Regelmäßiges Meditieren verstärkt die Aktivität in verschiedenen Gehirnbereichen. So zum Beispiel im frontalen Cortex, der für das emotionale Gleichgewicht und für Ausgeglichenheit sorgt, oder in der grauen Substanz im orbitofrontalen Cortex, der das Umlernen von emotionalen Reaktionen fördert. Die Amygdala wiederum weist eine höhere Dichte auf, die Toleranz, Mitgefühl, Empathie und Stresstoleranz fördert. Andererseits sorgt die reduzierte Aktivität der Amygdala für emotionale Stabilität. Dadurch kann Meditation auch psychische Krankheiten wie Depressionen abmildern.

Studien fanden heraus, dass Meditation Alterungsprozesse verlangsamen kann. Einmal dadurch, dass die Kürzung der Telomere (die Enden der DNA) aufgehalten wird, und auch dadurch, dass der präfrontale Cortex bei Langzeit-Meditierenden bis zu 5% dicker wird und die graue Substanz im Hippocampus zunimmt. Dies hat zur Folge, dass der altersbedingte Abbau des Gehirns verzögert wird und die Gedächtnisleistung langsamer nachlässt.

Was sind eigentlich Meditationen?

Meditationen sind eine Reise in die eigene Mitte, in das innerste Zentrum. Dort befindet sich die Quelle Deiner Lebensenergie und Du entdeckst, was es heißt, ganz bei Dir selbst anzukommen. Das Schöne ist, dass diese Reise so einfach ist: Du setzt Dich hin, kommst zu Ruhe und richtest Deine Aufmerksamkeit nach innen und lässt Dich ganz auf den gegenwärtigen Moment ein. Es geht darum, hinter den Alltagsballast zu schauen.
Meditation heißt alles loslassen, was uns aus der Mitte reißt, und die Tür nach innen öffnen.

Vielleicht ist die Metapher des Ozeans für Dich hilfreich: Du kannst Dir das Leben als Ozean vorstellen: die aufgewühlte Oberfläche, die Wellen sind das ständige Auf und Ab Deiner Erfahrungen. Beim Meditieren tauchst Du durch die Oberfläche in die Tiefe, wo das Wasser ruhiger ist.

Stress reduzieren

Meditation kann Dir dabei helfen, mit belastenden und beunruhigenden Situationen anders umzugehen und Stress nicht mehr so intensiv erfahren zu müssen. Sie kann Dir auch dabei helfen, insgesamt ruhiger und gelassener zu werden und die Dinge klarer zu sehen und tiefer zu empfinden. Außerdem fühlen sich viele nach einer Meditation erfrischt! Wenn Du Dich regelmäßig der Meditationspraxis widmest, wirst Du sehr bald die wohltuenden und heilsamen Wirkungen in Dir erfahren können. Schon wenige Minuten reichen dafür aus!

Was lerne ich beim Meditieren?

Bei der Meditation lerne ich, etwas zur Kenntnis zu nehmen, ohne es zu bewerten. Das hört sich einfacher an, als es ist. Denn wir sind evolutionär geprägt, schnell in angenehm und unangenehm zu unterscheiden. Das war mitunter überlebenswichtig.

Durch die Meditation lernen wir im ersten Schritt unsere Gedanken zu bemerken und ganz präsent zu sein. Ungute Gedankenmuster, die unser Tun und unser Sein „vergiften“ können, können wir so feststellen und im nächsten Schritt hinterfragen. Brauchen wir diese Einschätzung noch? Wollen wir so auf die Dinge schauen? Falls man zum Schluss kommt, dass die Bewertung alt ist und durch Neues ersetzt werden kann, darf das alte Muster losgelassen werden.

So lernst Du, Deine Emotionen zu regulieren und zu modellieren. Was noch wichtiger ist, Du lernst, freundlicher und friedlicher mit Dir selbst umzugehen. Wir sind ja oft unser eigener strengster Kritiker. Und je mehr ich das bei mir selber kann, umso offener gehe ich auch auf andere zu.

Tipps zur Meditationspraxis

Viele Menschen denken bei Meditation direkt an sitzende, in sich versunkene Mönche. Dabei muss Meditation nicht zwingend im Sitzen stattfinden. Vielleicht gefallen Dir Meditationen in Bewegung wie die Geh-Meditationen ja viel besser, vielleicht ist Stehen oder Liegen für Dich die passende Alternative. Probiere es einfach aus!

Gehmeditation

Suche Dir in Deiner Wohnung einen schönen Ort zum Meditieren aus. Plane Dir die Meditationszeit ein und schreibe sie Dir schon am Vortag in den Kalender. Lass es zu Deinem Ritual werden.

Beginne mit ca. 5 Minuten. Wenn Du merkst, dass Du länger verweilen möchtest, passe die Länge der Meditation entsprechend an.

Gerade am Anfang bedarf Meditieren regelmäßiger Übung. Es ist wie in der Musik: Das Erlernen eines Instruments erfordert beständiges Üben. Doch dann beginnt Dir die Musik so viel Freude zu bereiten, dass Du aus eigenem Wollen übst.

Ich wünsche Dir nun viel Freude beim mentalen Detox durch Meditation. Unter dem Artikel findest Du eine Atemmeditation zur Einstimmung, damit Du gleich loslegen kannst!

Bei livinflow findest Du unterschiedliche Formen und Meditationstechniken als Audios. Du kannst z.B. in einer Meditation Deinen Atem, Deine Gedanken und Gefühle beobachten oder Dich auf ein Objekt konzentrieren. Überdies findest Du ätherische Öle, die Dir bei der Entspannung helfen können.

Beispiel für eine Atem-Meditation

Bevor Du mit dieser Meditation beginnst, finde jemanden, der sie Dir langsam vorliest, sprich sie auf dem Handy entweder als Sprachnachricht oder Memo an Dich selbst ein oder lese sie Dir ganz durch und legen sie dann weg, um Dich voll und ganz auf Dich und Deinen Atem konzentrieren zu können.

Setze Dich aufrecht so hin, dass Du eine Weile mühelos und stabil sitzen kannst. Dafür kannst Du Dich auf den Boden setzen oder auf einen Stuhl. Wenn Du Dich am Boden niederlässt, nimm Dir die Sitzhilfen, die Du benötigst, ein Kissen oder eine Decke. Zu Beginn kann es auch hilfreich sein, wenn Du Dich anlehnst. Liegen ist, wie oben erwähnt, auch eine Option.

Nimm nun einige tiefe ruhige Atemzüge und schließe die Augen.
Werde Dir bewusst, mit welchen Bereichen Deines Körpers Du die Unterlage oder den Boden berührst. Spüre die Auflagefläche:
Deiner Füße …,
Deiner Beine …,
Deines Beckens …

Die Erde trägt Dich und gibt Dir Halt.

Wandere mit der Wahrnehmung langsam zu Deinem Atem. Er kommt und geht, ohne dass Du etwas tun musst …

… und in diesem Kommen und Gehen bewegt er Dich ganz sanft …

Wo erfährst Du die Bewegung – eher im Brustraum, eher im Bauch?

Atme ganz entspannt weiter und lass so gut Du kannst den Atem geschehen …
Was immer du wahrnimmst, nimm es einfach nur zur Kenntnis ohne es zu bewerten oder zu kommentieren …

Vielleicht kommen Gedanken und Du schweifst bei dieser Beobachtung immer wieder einmal ab – denkst vielleicht an Dinge, die noch zu erledigen sind oder Dich beschäftigen?

Das ist ganz normal … genau wie der Atem, kommen die Gedanken – bleiben kurz – und gehen wieder …

Lasse sie einfach da sein … dann werden sie Dich nicht mehr so stören …

Nun beginne Deinen Atem zu zählen. Dies hilft dem Geist ausgerichtet zu bleiben.
Atme ein und zähle: „1“
Atme aus und zähle: „1“

Atme ein und zähle: „2“
Atme aus und zähle: „2“

Einatmen „3“ und so weiter bis zur Zahl 10.

Dann beginne wieder von vorne …

Lasse den Atem fließen, ohne etwas von ihm zu wollen, ohne ihn zu kontrollieren …

Wenn Du mittendrin nicht mehr weißt, bei welcher Zahl du bist, beginne ganz einfach entspannt wieder bei 1.

Dann lasse das Zählen wieder los und sei noch eine kleine Weile bei Deinem entspannten Atem …

Vertiefe Deinen Atem nun wieder und beginne Dich zu bewegen.

Öffne blinzelnd Deine Augen und lehne Dich noch für einen Moment entspannt zurück. Spüre kurz nach.

Wie fühlst du Dich jetzt? Ruhiger? Erfrischt?

Schön, dass Du Dir diese Zeit geschenkt hast!

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